Antworten auf häufige Fragen

Peppol entwickelt sich rasch zur Standardlösung für viele Regierungen und Unternehmen in Europa und über Europas Grenzen hinweg. Viele Unternehmen haben jedoch immer noch Fragen zu den Grundlagen, was es ist, was die Vorteile der Nutzung sind und wie sie implementiert werden können.

  

PEPPOL ist im Wesentlichen eine interoperable Infrastruktur, die von der Europäischen Kommission und 18 Regierungsbehörden mitgefördert wird, um die Purchase-to-Pay-Prozesse zwischen den Regierungsbehörden und B2B-Unternehmen (Käufer und Lieferanten) zu vereinfachen.

Einfach ausgedrückt bietet PEPPOL eine standardisierte Nachrichtenverbindung für die elektronischen Abwicklung von Bestellungen und Rechnungsstellung, elektronische Gutschriften und Versandvorabmitteilungen (ASN). Diese Technologien automatisieren den Informationsaustausch entlang der Lieferkette und reduzieren die Kosten sowie das potenzielle Risiko von auf manuelles Eingreifen zurückzuführende Fehler.

Das Peppol-Netzwerk ist eine offene Many-to-Many-Plattform, die auf allen drei erforderlichen Ebenen eine Standardisierung sicherstellt:

  1. Adressieren und Weiterleiten von Nachrichten
  2. Dokumentenspezifikationen und
  3. Netzwerkinfrastruktur


Peppol network

Die Nutzung von Peppol bietet viele Vorteile. Sie sparen Zeit und Geld, indem Sie Ihrem Unternehmen ermöglichen, Nachrichten digital auszutauschen, und nicht nur in Papierform. Sie können sich einfach mit anderen Handelspartnern, die ebenfalls Peppol nutzen, vernetzen. Sie verringern zudem die Häufigkeit von Fehlern.

In Europa gilt es zu beachten, dass mittlerweile viele Regierungen beim Versand von Rechnungen an Regierungen eine elektronische Rechnungsstellung verlangen. Mit Peppol hält Ihr Unternehmen diese neuen Vorschriften ein.

Die Verbindung mit der PEPPOL-Transport-Infrastruktur erfolgt über Zugangspunkte (die von Anbietern für Zugangspunkte betrieben werden; OpusCapita beispielsweise ist ein Dienstleister für Zugangspunkte). Dies ähnelt dem Senden und Empfangen von E-Mails, wofür ebenfalls ein Zugang zu einem Internet-Mailserver erforderlich ist (der von E-Mail-Anbietern betrieben wird).

Die grundsätzliche Funktion eines Zugangspunkts sieht wie folgt aus:

  1. Der Absender eines elektronischen Dokuments (z. B. E-Rechnung, E-Bestellung oder E-Katalog) sendet das Dokument unter Verwendung der mit seinem Zugangspunkt-Anbieter vereinbarten Mechanismen an einen Peppol-Zugangspunkt.
  2. Der Zugangspunkt ermittelt den erforderlichen Service (und validiert gegebenenfalls die Art des gesendeten Dokuments) und ermittelt den Zugangspunkt für den Empfänger.
  3. Der Zugangspunkt liefert das Dokument an den Zugangspunkt des Empfängers.
  4. Der empfangende Zugangspunkt liefert das Dokument an den Empfänger.

Kunden von OpusCapita erhalten diesen Dienst in der Regel als Teil unserer bestehenden Services (Senden und Empfangen von E-Rechnungen, B2B-Integration) und nutzen den OpusCapita-Zugangspunkt, um Dokumente mit Geschäftspartnern auszutauschen, die andere Zugangspunktanbieter verwenden. Die PEPPOL-Transport-Infrastruktur kann somit als „Gateway“ oder „Brücke“ zwischen bestimmten Gemeinschaften oder Service-Plattformen in der elektronischen Beschaffung angesehen werden. Peppol nennt dieses miteinander verbundene Netzwerk von Zugangspunkten die PEPPOL-Community oder PEPPOL-Gemeinschaft.

PEPPOL unterteilt seinen Geschäftsprozess in die „pre-award-“ und „post-award-“Gruppen. Zugangspunkte müssen mindestens einen PEPPOL-post-award-Geschäftsprozess unterstützen (pre-award-Prozesse sind optional).

Diese Prozesse sind in den „Business Interoperability Specifications“ (BIS) genannten Dokumenten genauer angegeben. OpusCapita unterstützt die folgenden Dokumente:

  • PEPPOL BIS 1A Catalogue Only
  • PEPPOL BIS 3A Order Only
  • PEPPOL BIS 4A Invoice
  • PEPPOL BIS 5A Billing
  • PEPPOL BIS 28A Ordering
  • PEPPOL BIS 30A Despatch Advice
  • PEPPOL BIS 36A Message Level Response

Ja, der OpusCapita-Zugangspunkt ist für ausgehende und eingehende Dokumente zertifiziert.

Die Empfänger und Absender von PEPPOL werden durch eine Kombination aus ISO-6523-Identifikatoren (welche Art von Identifikator wird verwendet) und dem dazugehörigen Identifikatorwert identifiziert.

Falls Ihr Unternehmen Dokumente, z. B. Rechnungen über Peppol, empfängt, müssen Sie Ihrem Lieferanten den richtigen Identifikator mitteilen. Falls Sie Dokumente über Peppol senden, müssen Sie die Peppol-Identifizierung Ihres Geschäftspartners kennen und Ihrem Geschäftsdokument Ihren eigenen Identifikator hinzufügen.

Ja, mit einem Anbieter für Peppol-Zugangspunkte können Sie Geschäftsdokumente international austauschen. Die einzige Bedingung besteht darin, dass Ihr Geschäftspartner als empfangendes Unternehmen mit einem Peppol-Zugangspunkt verbunden ist und Sie dessen Peppol-Identifizierungsnummer kennen. Die Peppol-Identifikationsnummern unterscheiden sich je nach Land – Organisations-IDs, USt-IDs, IDs des öffentlichen Sektors usw.

Um die Peppol-Funktionen zu nutzen, müssen Sie sich an Ihren Zugangspunkt werden, z. B. OpusCapita. Falls für Sie bei OpusCapita bereits ein Service für das Senden oder Empfangen von E-Rechnungen aktiviert ist, gestaltet sich die zusätzliche Aktivierung der Peppol-Funktion recht einfach.

Ihre Kunden und Lieferanten sollten sich bewusst sein, dass Ihr PEPPOL-Zugangspunkt vorhanden ist und ihre Geschäftsprozesse unterstützt und dass sie dadurch Zugang zur elektronischen Beschaffung in Europa haben. Sie sollten Ihre Geschäftspartner fragen, ob sie einen zertifizierten Zugangspunkt haben und welche Geschäftsdokumente sie unterstützen.

Ihre Lieferanten und Kunden müssen ihre internen Geschäftsprozesse und entsprechenden System anpassen, damit sie die die richtigen Datenströme der PEPPOL-Geschäftsprozesse unterstützen. In der Regel kann Ihr Zugangspunktanbieter Ihren Geschäftspartnern bei der Integration mit dem Peppol-Netzwerk helfen.

Die Abdeckung in den europäischen Ländern nimmt stark zu. Kürzlich erst hat Polen angekündigt, dass es in der E-Beschaffung des öffentlichen Sektors anfangen wird, Peppol zu verwenden. Verschiedene Zugangspunkte agieren auch global und können die Geschäftsdokumente unabhängig davon, wo der Lieferant oder Käufer tätig ist, weiterleiten.

In diesen Ländern hat der öffentliche Sektor bereits Peppol eingeführt:

  • Norwegen
  • Schweden
  • Dänemark – DIGST
  • Niederlande – SimplerInvoicing
  • Vereinigtes Königreich/Gesundheitswesen – NHS
  • Belgien – Fedict
  • Finnland
  • Österreich

Erhalten Sie weitere Informationen darüber, wie OpusCapita Ihnen helfen kann, von den Vorteilen des Peppol-Netzwerks zu profitieren.

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