30. Juli, 2019

Ein Interview mit Jens Thiemann, Leiter des Geschäftsbereichs für Product Information Management – OpusCapita

von OpusCapita, Product Information Management (PIM)

Letzte Woche hatten wir Gelegenheit mit Jens Thiemann über den Geschäftsbereich Product Information Management bei OpusCapita zu sprechen und seine Meinung zur zukünftigen Entwicklung des Geschäftbereichs zu erhalten.

Jens Thiemann

Jens, fangen wir mit einer einfachen zweiteiligen Frage an: Was sind die wichtigsten Meilensteine in diesem Quartal, und warum haben diese eine besondere Bedeutung für PIM?

Wir haben zwei wichtige Ziele in diesem Quartal. Das erste Ziel bezieht sich auf unsere Schlüsselbranchen: Automobil und Elektrotechnik. Die Product Information Management-Lösung von OpusCapita funktioniert sehr gut für Unternehmen aus allen Branchen, in denen große Mengen an Stammdaten (für Produkte) über E-Commerce-Plattformen organisiert und verteilt werden müssen. Im Laufe der Jahre haben wir festgestellt, dass die Automobil- und Elektroteilehersteller über eine wirklich große Anzahl von Artikeln und komplexen Beziehungen innerhalb der Daten selbst verfügen und der Anforderung diese Produktdaten zu pflegen und ihren Kunden bereitzustellen. Wir haben festgestellt, dass uns insbesondere diese anspruchsvollen Kundengruppen anspornen innovativ zu bleiben. Eines unserer Ziele in diesem Quartal ist es, zu zeigen, dass wir ein guter Partner sind, der in der Lage ist schnell zu reagieren und Lösungen gemeinsam zu entwickeln. So führen wir beispielsweise gerade das „Klassifizierungs-Cockpit“ ein. Dies ermöglicht eine Top-Down-Ansicht der Produktdatenqualität. Sie erhalten detaillierte Informationen und können Probleme schnell finden und anstatt in der Datenflut unter zu gehen, sich direkt mit dem hervorgehobenen Problem zu beschäftigen.

Eine spannende Innovation für unsere Kunden, aber wir kümmern uns auch um Grundlegendes wie die Leistungsoptimierung. Ich glaube, wenn man einen Katalog mit 100.000 Artikeln importiert oder exportiert, ist ein zehnfacher Leistungsschub ziemlich cool.

Das zweite Ziel betrifft APIs, also die Schnittstellen, und die Möglichkeit, sowohl öffentliche als auch private Verbindungen einfach herzustellen. Wir haben erst vor Kurzem unsere öffentliche API vorgestellt, welche von allen unseren Kunden und Partnern verwendet wird. Dies ermöglicht ihnen Daten zu exportieren und Schnittstellen zu anderen Anwendungen und Kanälen aufzubauen. Das ist bekanntermaßen der Schlüssel zu einem erfolgreichen PIM (nämlich die Versorgung anderer Systeme und Kanäle). Das beste Beispiel dafür sind E-Commerce-Shops. Aber wir unterstützen nicht nur Partner, die im Online-Business tätig sind, sondern auch Partner aus dem Print-Bereich. Die einfache und nahtlose Integration ist eine der wichtigsten USPs für das PIM von OpusCapita (mit hohem Mehrwert für unsere Kunden) und wir wollen sie weiterentwickeln und verbessern. Unser zweites Ziel ist im Grunde direkt mit einer der Schlüsselfähigkeiten der Software verbunden – der Fähigkeit, strukturierte Katalogdaten für wichtige Kunden und Kanäle bereitzustellen. Verbraucher wünschen sich einen einfachen Einkauf und wir wollen auch dafür sorgen, dass der Verkauf einfach ist.

Dann erzählen Sie mir mehr darüber, was das für den Endkunden bedeutet.

Nun, es bedeutet tatsächlich eine Menge für den Kunden. Die zehnfache Steigerung der Leistung kann man sehr gut mit dem Wechsel von einem Wählmodem zu einem Breitbandanschluss vergleichen. Darüber beschwert sich natürlich niemand. Das neue Cockpit erleichtert die Fehlersuche bei großen Datensätzen – noch einmal: großartig für Vielnutzer, aber ebenso wichtig für Jeden, der mit Produktdaten zu tun hat. Wir tun noch viel mehr für ALLE unsere Kunden, auch aus anderen Branchen. Wir arbeiten an der Unterstützung von spezifischen Formaten wie ETIM, TecDoc etc. Wir arbeiten außerdem ständig daran, die Benutzeroberfläche ergonomischer zu gestalten. Kunden können die Vorteile dadurch beispielsweise beim Kompatibilitäts- oder Variantenhandling mit WYSIWYG-Bearbeitung sehen. Wir freuen uns, dass wir in den letzten Monaten fast 100 Kunden mit individuellen BMEcat-Exporten verbinden konnten. Ja, ich weiß, das klingt jetzt vielleicht nicht allzu aufregend, aber selbst ein Standardformat wie BMEcat benötigt viele verschiedene Anpassungen und genau hier setzt die einfache Konfiguration und Integration an. Wir arbeiten eng mit unseren wichtigsten Kunden zusammen und sie scheuen sich nicht uns zu sagen, was ihnen das Leben erleichtert.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Einerseits bin ich sehr angetan davon, dass wir ein großartiges Produkt haben und einige wirklich wertvolle Fähigkeiten für unsere Kunden entwickeln konnten. Auf der anderen Seite bin ich auch sehr stolz darauf, wie wir als Unternehmen unser Produkt auf den Markt zum Einsatz gebracht haben. In Veranstaltungen und Webinaren – viele in Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden – zeigt sich ein perfektes Zusammenspiel zwischen unseren Marketing- und Vertriebsaktivitäten.

Sprechen wir über die Zukunft – welche Entwicklung sehen Sie für Ihren Geschäftsbereich?

Wir freuen uns auf einige wirklich interessante Veranstaltungen (DMEXCO), aber vor allem werden wir unsere Arbeit an der Entwicklung von PIM in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden fortsetzen, um ihnen das Leben (im Umgang mit Produkten) weiter zu erleichtern. Die Verbesserung von zum Beispiel unserem Dashboard und unseren Bulk Operations ist wichtig. Wir wollen, dass grundlegende Anwendungsfälle wie die Harmonisierung von Produktdaten aus verschiedenen Quellen zu einer noch einfacheren Aufgabe werden. Und wir wollen sogar noch weiter gehen und uns mit Produktvarianten und Wertlisten mit Farbeinträgen befassen.

Wir werden weiterhin an einer Lösung arbeiten, die es ermöglicht, so einfach wie möglich qualitativ hochwertige Produktdaten auf allen Kanälen zur Verfügung zu haben. Aber wie helfen wir unseren Kunden dorthin zu gelangen? Eine klassische PIM-Geschichte! PIM bedeutet Stammdaten für Produkte. Es ist von grundlegender Bedeutung, eine zentrale Stelle im Unternehmen zu haben, an der alle Produktinformationen verfügbar sind (und von der aus sie an andere exportiert werden). Diese dient dann als verlässliche, zentrale Anlaufstelle, von der alle Marketingkanäle gepflegt und versorgt werden können. Das steigert den Umsatz und beschleunigt die Markteinführung. Der Preis ist heutzutage nicht immer der wichtigste Aspekt bei einer Kaufentscheidung. Die Verbraucher recherchieren viel, selbst professionelle Einkäufer. Würden Sie ein Produkt kaufen, wenn es falsche oder verwirrende Produktinformationen enthält? Ich nicht. Schlussendlich unterstützt unsere Lösungen beim Verkauf, durch eine einfache Platzierung in den richtigen Kanälen UND einer erstklassigen Darstellung der Daten (und natürlich Bilder).

Produktinformationen sind die Grundlage für alles. Wir bei OpusCapita wollen den Welthandel digitalisieren, und Menschen handeln in erster Linie mit Produkten. Später kommen erst finanzielle Entscheidungsparameter ins Spiel. Aber dazu müssen sie zuerst das Produkt finden. Daten sind der Schlüssel. Managen Sie zuerst Ihre Produktstammdaten, dann können Sie automatisieren, skalieren und verkaufen.

Das Product Information Management von OpusCapita ist eine cloudbasierte Lösung. Unser Marktwachstum ist schneller als das von anderen Anbietern und als SaaS-Lösung sind wir moderner als viele unserer Wettbewerber. Wir gehen davon aus, dass wir im nächsten Jahr unsere Stellung als wichtiger PIM-SaaS-Anbieter festigen werden.

Danke Jens Thiemann, das ist doch ein schönes Abschlusswort.

Es war mir ein Vergnügen. Vielen Dank für das Interview.


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